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Interview mit dem Gemeindebürgermeister Volker Arms

mikrofon.jpg Hinweis:
So wie die Bürgerbeteiligung durch Sassenburgs Politiker niemals real war, ist auch das nachfolgende Gespräch rein fiktiv:

Reporter: Guten Tag, Herr Arms. Es freut mich, daß Sie sich die Zeit für dieses Gespräch nehmen!

Arms: Gerne, eine positive Darstellung meiner Leistungen ist mir immer wichtig.

Reporter: Zahlreiche Beiträge in der Lokalpresse liefern tatsächlich das Bild eines sympathischen, vorbildlichen Politikers. Dennoch gibt es Menschen, die behaupten, Ihr Führungsstil sei totalitär und Sie schmückten sich gerne mit fremden Federn. Was sagen Sie denen?
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Arms: Das ist doch alles eine Frage des Standpunktes. Schließlich wurde ich für 8 Jahre auf demokratischem Wege gewählt. Und da ist es doch völlig legitim, daß ich in dieser Zeit mache, was ICH für richtig halte.

Wie sie auf den Fotos der angesprochenen Zeitungsberichte sehen können, habe ich auch durchaus eigene Federn:
Stets packe ich dort selbst den Spaten an oder durchschneide eigenhändig das Absperrband!

Reporter: Alle Achtung, wie haben Sie diese Gundlagen für Ihr geschmeidiges Auftreten eigentlich erlernt?

Arms: Da müssten sie nur meine damaligen Mitschüler fragen. Diese wissen, daß ich bereits in der Grundschule entschlossen war, einmal Bürgermeister zu werden.

Reporter: Ist es in einer Demokratie nicht trotzdem angezeigt, daß die Bürger bei wichtigen Entscheidungen mit einbezogen werden?

Arms: In unserer Gemeinde ist muß man das differenzierter sehen. Hier genügt es vollkommen, wenn der Gemeinde- und der Ortsbrandmeister Bescheid wissen. Für den reibungslosen Ablauf der Projekte ist es einfach besser, wenn ich Entscheidungen im kleinen Kreis treffe.
Die Vorgenannten, die mir übrigens zur Einweihung des neuen Gerätehauses den Sassenburg-Orden in Bronze verliehen haben, verfügen mit mir zusammen über die alleinige Fachkompetenz und den notwendigen Überblick.

Reporter: Was ist dran an den Gerüchten, daß Sie Ihr Amt den führenden Personen der freiwilligen Feuerwehr und deren Möglichkeiten zur Einflussnahme verdanken?

Arms: Kein Kommentar.

Reporter: Ein Blick in die Zukunft: Mit welchen Projekten wollen Sie die Steuerzahler in in den kommenden Jahren Ihrer Amtszeit überraschen?

Arms: Wie Sie schon sagen: Das soll eine Überraschung bleiben!

Reporter: Ist es für Sie generell vorstellbar, auch anderenorts aktiv zu werden? Mir fallen da so einige vergleichbare Projekte ein, die nach einem "Macher" verlangen, wie Sie es sind!

Arms: Zum Beispiel?
Reporter:   z.B. der Umbau der weltberühmten historischen Holzbrücke von Luzern, um diese in ein trendiges Spaßbad einzubinden. luzern.jpg
 

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Oder die Entkernung des schiefen Turms von Pisa, um diesen als Flughafentower endlich einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.
  Außerdem wartet so manche Altstadt auf Modernisierung! Oft stehen dort nicht normgerechte Fachwerkhäuser der Einrichtung einer überdachten, flächendeckenden Shopping-Mall im Wege... celle.jpg


Arms: Eine sehr reizvolle Vorstellung!

Reporter: Könnte die eine oder andere dieser Ideen Realität werden?

Arms: Durchaus möglich, allerdings fehlen mir außerhalb unserer Heideregion (noch) die erforderlichen Netzwerke. Es ist schon sehr wichtig, daß die lokale Presse und die Verwaltungsorgane bedingungslos mitspielen!

Reporter: Wie verhalten Sie sich bei Bürgerprotesten?

Arms: Davor habe ich mit den hier gesammelten Erfahrungen keine Angst, weil es interessanterweise gerade dem wohlhabenden Bürger in erster Linie nur um das eigene Portemonaie geht. Zudem wird das Vetreten einer individuellen Meinung aus Bequemlichkeit oder aus Furcht vor sozialen Nachteilen grundsätzlich vermieden.

Reporter: Also jeder Bürger bekommt die Regierung, die er verdient?

Arms: Wenn Sie es so sehen.

Reporter: Was ist denn, wenn sich einmal eine allgemeine Grundstimmung gegen eines Ihrer Projekte bilden würde?

Arms: Dem muß vorgebeugt werden, indem z.B. die unvermeidlichen Bekanntmachungen im Gemeindeanzeiger "aus Versehen" auch mal nach Ablauf der Einspruchsfrist erscheinen. Schließlich ist der Redaktionsschluß für uns nicht immer passend! (lacht)

Reporter: Vielen Dank für das Gespräch!

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